"Wir machen das jetzt!"

DESY bildet erstmals Geflüchtete aus.

 

Sajjad Ebadi unterzeichnet seinen
Ausbildungsvertrag

Sajjad Ebadi musste 2015 aus dem Iran fliehen, da er zu einer verfolgten Minderheit gehört. Er, seine Eltern und seine beiden Geschwister verkauften all ihr Eigentum, um den Schlepper und die Tickets nach Deutschland zu bezahlen. Seitdem wohnen sie in Hamburger Flüchtlingsunterkünften – zunächst in den Messehallen und jetzt in einer ehemaligen Kantine.

 

Seit einem halben Jahr unterstützt Hülya Eralp im Rahmen von W.I.R – work & integration for refugees den inzwischen 25-jährigen Geflüchteten bei seinem intensiven Bemühen, auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dazu gehörte es Bewerbungsunterlagen zu erstellen, rechtliche Fragen bei der Ausländerbehörde zu klären, auf das Vorstellungsgespräch vorzubereiten, eine Deutsch-Patin zu finden und immer wieder Hoffnung zu machen.

 

Als Ausbildungsleiter Dirk Kornmüller ihr nach der KWB-Veranstaltung "Win-Win-Chancen. Unternehmen stellen Geflüchtete ein." seine Ambitionen mitteilt, auch Geflüchtete bei DESY in die Ausbildung aufzunehmen, fügt sich das eine zum anderen. Hülya Eralp stattet ihm einen Besuch ab, erläutert ihre Beratungsangebote und kann sogar passende Bewerber vorstellen.

 

Dirk Kornmüller erhält eine Bewerbung von Sajjad Ebadi. "Daraufhin haben wir ihn zum Einstellungstest eingeladen, den er, wie wir es bei Talenten manchmal machen, einzeln antreten durfte. So konnte er ungenierter Verständnisfragen stellen", erzählt Dirk Kornmüller. "Den Test hat er im guten Bereich bestanden! Also haben wir ihn zum Vorstellungstest eingeladen." Dort habe er einen sehr guten Eindruck gemacht und auch die Deutschkenntnisse waren ausreichend. "Das war uns sehr wichtig, da er ja auch an technischen/komplexen Maschinen arbeiten würde und wir sicher sein mussten, dass er die Sicherheitsweisungen versteht."

 

Sajjad Ebadi und Dirk Kornmüller, DESY

Sajjad Ebadi hat es geschafft. Er überzeugte und konnte am 27. Februar 2017 seinen Ausbildungsvertrag bei DESY unterschreiben. Nicht nur er freut sich sehr darüber. "Wir bemühen uns hier immer um einen ‚bunten Mix’ zum Beispiel in Bezug auf Ausbildungsabschlüsse, aber auch auf Kultur und Herkunft. So etwas belebt die Gruppe und alle profitieren davon", erklärt Dirk Kornmüller zufrieden.

 

Auf die Frage, warum sich Dirk Kornmüller bezüglich der Einstellung von Geflüchteten an die KWB gewendet habe, antwortet er: "Wir haben uns letztes Jahr gesagt: Da kommen jetzt viele Flüchtlinge nach Deutschland und die müssen schließlich integriert werden. Gute Integration geht am besten, wenn die Geflüchteten hier mitarbeiten und in unserer Gesellschaft verankert sind. Deshalb haben wir beschlossen: Wir machen das jetzt! Die KWB hat uns durch Beratung und eine sorgfältige Vorauswahl von Kandidaten sehr bei der Umsetzung geholfen. Selbst wenn es am Anfang vielleicht etwas aufwändiger sein wird, so ist die Ausbildung von Geflüchteten aber ein wichtiger Beitrag, den wir als international aufgestelltes Forschungsinstitut der Gesellschaft erbringen möchten."

 

Auch das Hamburger Abendblatt berichtete am 1. März 2017 über die Erfolgsgeschichte.
Lesen Sie hier den Artikel mit der Überschrift "Forschungszentrum DESY bildet Flüchtlinge aus".

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Das Projekt "Fachkräftesicherung bei kleinen und mittleren Unternehmen" wird von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen des Aktionsbündnisses für Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk finanziert.

 

 

 

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