Perspektive in der Industrie 4.0

Betriebserkundung bei der STILL GmbH

Eine gute Berufsorientierung während der Schulzeit erleichtert den Übergang in die Ausbildung erheblich. Und auch Unternehmen sind daran interessiert, potenzielle Bewerber/-innen frühzeitig und persönlich kennenzulernen. Im Rahmen des Projekts "Fachkräftesicherung bei KMU" vermittelte KWB-Referent Dr. Oliver Borszik daher für 21 interessierte Schülerinnen und Schüler der Gretel-Bergmann-Schule einen Betriebsbesuch bei der STILL GmbH. Ausbildungsleiter Sten-Arne Saß (links im Bild) stellte die Berufe im Betrieb vor, führte über das Gelände und gab Tipps zum Bewerbungsprozess.

 

"Die STILL GmbH ist der viertgrößte Maschinenbauer Deutschlands und beschäftigt aktuell etwa 2.500 Mitarbeitende in Hamburg sowie knapp 25.000 in Europa und weltweit", beeindruckte Sten-Arne Saß die Jugendlichen, die sich im Konferenzraum der STILL GmbH einfanden. Er erklärte, dass die Metall- und Elektroindustrie der stärkste Industriezweig sei und machte den Schülern/-innen damit Mut, sich in dieser Branche beruflich zu orientieren.


"Die Wünsche der Kunden", so Saß, "stehen bei STILL stets im Vordergrund. Und das sind innovative Komplettlösungen, welche Fahrzeuge, die dazugehörige Technik, Lagermöglichkeiten und Software umfassen."


Seine Ausführungen zu den beruflichen Möglichkeiten bei STILL passte Saß auf die Interessen der Schüler/-innen an, die überwiegend angaben, einen ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ehemals Hauptschulabschluss) anzustreben. Er stellte ausgewählte Ausbildungsberufe bei STILL vor, darunter die Berufe Mechatroniker und Fachkraft für Lagerlogistik, und nannte besondere Anreize für eine Ausbildung im Unternehmen: "Bei der Rekrutierung achten wir nicht allein auf Schulnoten, sondern auch auf technisches Verständnis und freiwilliges Engagement sowie Motivation von Bewerberinnen und Bewerbern", erklärte er. "Außerdem erhalten Sie bei uns ein branchenbedingt überdurchschnittliches Ausbildungsgehalt."

 

    Oliver Borszik mit der Schülergruppe der Gretel Bergmann Schule
    auf dem STILL Gelände.

Gezielt band Sten-Arne Saß die Schüler/-innen im Verlauf des Vortrags ein und fragte, wer in der Berufsorientierung schon von Industrie 4.0 und vollautomatisierten Produktionsabläufen gehört hatte. Einzelne Teilnehmende konnten auch zeigen, dass sie sich bereits erstes Wissen über die Arbeitswelt angeeignet haben – zum Beispiel welche Bedeutung ein Streik für ein Unternehmen hat.


Zum Abschluss des Vortrags gab der Ausbildungsleiter noch praktische Tipps an die Runde. "Bewerbt Euch möglichst schon ein Jahr vor Ausbildungsbeginn. Und erprobt zum Beispiel in einem Schülerpraktikum die eigenen Fähigkeiten. Dadurch könnt Ihr Euch besser und realistischer einschätzen.“


Nach der Theorie folgte die Betriebsbegehung. Sten-Arne Saß führte die Schülerinnen und Schüler auf dem Werksgelände über Sicherheitswege und gewehrte ihnen Einblicke, wie Produktion und Verladung Hand in Hand einhergehen. Er erläuterte den Jugendlichen, wo als Einzelstücke hergestellte Fahrzeuge auf ihre Auslieferung zu den Kunden warten und was die rangierenden Transporter für Aufgaben haben.


In der modernen Produktionshalle erlebte die Gruppe hautnah die Arbeitsatmosphäre: In effizienten und eingespielten Abläufen werden Bauteile für Flurförderzeuge individuell produziert. Von einem Ausblickspunkt konntedie Gruppe das Geschehen überblicken: Schwere Bauteile werden hängend auf einer Schiene unter dem Dach transportiert, damit die Wege auf dem Boden für den Transport von Bauteilen durch Fahrzeuge frei sind.


Am Ende verließen die Schülerinnen und Schüler mit vielen neuen Informationen, lebendigen Eindrücken  und einem wertvollen Kontakt ins Unternehmen das Gelände. Im Prozess ihrer Berufsorientierung haben sie wichtige Impulse erhalten, die sie als Entscheidungshilfe nutzen können.

Fotos: ©KWB

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Das Projekt "Fachkräftesicherung bei kleinen und mittleren Unternehmen" wird von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen des Aktionsbündnisses für Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk finanziert.

 

 

 

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