Schulmentoren – Hand in Hand für starke Schulen

Im Rahmen von 23+ STARKE SCHULEN, ein Programm der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB), startete im April 2014 das Projekt Schulmentoren – Hand in Hand für starke Schulen. Es knüpft an das KWB-Projekt Eltern vor Ort an, das insbesondere Eltern mit Migrationshintergrund rund um das Thema Übergang von der Schule in den Beruf informierte. Eltern vor Ort erhielt aufgrund des innovativen Ansatzes den Titel "Bildungsidee", den die Initiative "Deutschland Land der Ideen" verleiht, und gewann in der Kategorie "Sprachförderung" den Hidden Movers Award 2012 der Deloitte-Stiftung.

 

Mit diesem Erfahrungsschatz im Hintergrund verfolgt Schulmentoren das Ziel, Schülern/-innen an 27 ausgewählten Hamburger Schulen eine umfassende Hilfestellung während der gesamten Schullaufbahn zu leisten.

 

In diesem ganzheitlichen Ansatz verantwortet das Team der BSB die Qualifizierung der Lehrkräfte zu Projektkoordinatoren/-innen und das Team der KWB bildet Schüler/-innen, Eltern und Ehrenamtliche zu Mentoren/-innen aus: 


  • Schüler/-innen sollen eine Vorbildfunktion für Gleichaltrige übernehmen.

  • Eltern erhalten im komplexen Schulsystem Unterstützung, damit sie als aktive Partner die Bildungsbiografie ihrer Kinder mitgestalten.

  • Ehrenamtliche verfolgen das Ziel, Lernbedingungen von Schülern/-innen zu verbessern und ihre Bildungspotenziale auszuschöpfen.

 

Das Projektangebot für die teilnehmenden Schulen und Schulmentoren/-innen umfasst Seminare und Workshops – in den Räumlichkeiten der KWB oder vor Ort im Stadtteil – sowie Onlinemodule zum Selbstlernen. Darüber hinaus entwickelt das Projektteam verschiedene Veranstaltungsformate zu relevanten Themenbereichen, wie beispielsweise zu Pubertät, Interkulturalität oder Mobbing. Diese sind passgenau auf die verschiedenen Mentorentätigkeiten und Einsatzbereiche abgestimmt.

 

 

Hamburg hat das Projekt "Schulmentoren –  Hand in Hand für starke Schulen" zur Qualifizierung von Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Ehrenamtlichen mit den Fördermitteln des Europäischen  Sozialfonds (ESF) durch die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI), der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) ins Leben gerufen.

Bildung ist eine Bedingung für ein selbstbestimmtes, gelungenes Leben. Bildungsthemen im Quartier haben auch im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung eine zentrale Bedeutung. Mit dem Projekt soll an Schulen an ausgewählten Standorten der Bildungserfolg sowie der Berufseinstieg vor allem junger Menschen mit Migrationshintergrund durch besondere Maßnahmen gefördert werden. Die 27 ausgewählten Schulen liegen in Einzugsgebieten festgelegter Quartiere der Integrierten Stadtteilentwicklung wie beispielsweise Wilhelmsburg, Veddel, Billstedt/Horn, Steilshoop, Hohenhorst, Osdorfer Born, Neuallermöhe, Phoenix-Viertel und Neuwiedenthal.

Mit dem Projekt werden umfassende Maßnahmen mit dem Ziel unterstützt, Schulen in schwieriger Lage nachhaltig zu stärken, um den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Mit dem Projekt informieren, beraten und unterstützen Eltern als Schulmentoren/-innen andere Eltern bei der Entwicklung der Lernbiografie ihrer Kinder und der Vorbereitung der schulischen Übergänge (Grundschule/weiterführende Schule) oder von der Schule in den Beruf.

An jeder Schule unterstützen Schüler/-innen als Mentoren/-innen ihre Mitschüler/-innen bei der Übernahme von Verantwortung für die Entwicklung des Lernklimas in der Schule. Sie werden als Brückenbauer/-innen und Berater/-innen für Schüler/-innen und Lehrkräfte in die schulische Verantwortung eingebunden. Jede Schule baut darüber hinaus mit außerschulischen Partnern ein Netzwerk zur Erhöhung der Bildungsbeteiligung auf.