LGBTIQ+-Engagement in Unternehmen und Institutionen

Die Deutsche Bahn fährt mit Regenbogenstreifen
Die Deutsche Bahn fährt mit Regenbogenstreifen. Bild: © Deutsche Bahn AG/Volker Emersleben

Der Pride Month in diesem Jahr hat es wieder deutlich gezeigt: Immer mehr Betriebe solidarisieren sich mit der LGBTIQ+-Community und stellen ihr Engagement für Vielfalt und Toleranz heraus. Der Sommer 2021 war besonders bunt – viele Unternehmen beteiligten sich mit einem eigenen Wagen am Christopher-Street-Day, hissten Fahnen und färben ihre Logos ein. Ganz besonders im Gedächtnis geblieben ist wahrscheinlich der Regenbogenbogen-ICE, der noch immer que(e)r durch Deutschland fährt. "Ich freue mich sehr, dass so viele Betriebe ihre LGBTIQ+-freundliche Unternehmenskultur nach außen tragen und sich im Zuge ihres Diversity-Managements queeren Themen öffnen", sagt Dr. Alexei Medvedev, Bereichsleiter Schulentwicklung bei der KWB. "Das ist eine Entwicklung, die sich auch positiv auf unsere Arbeit im Projekt Peer4Queer auswirkt."

Diversität als Erfolgsfaktor

Eine offene Unternehmenskultur ist für Betriebe auch ein eindeutiger Erfolgsfaktor bei der Gewinnung von motivierten (Nachwuchs-)Kräften. Insbesondere junge Menschen, die ins Berufsleben starten, achten auf Botschaften zu den Themen Diversität und Gleichberechtigung von Unternehmen. Egal ob queeres Unternehmensnetzwerk, der Firmenausflug zum Christopher-Street-Day oder das regenbogenfarbene Logo bei LinkedIn: Wichtig ist bei allen Aktionen allerdings, dass das Engagement echt ist. 

Die KWB ist Unterzeichner der "Charta der Vielfalt"

Vielfalt macht unsere moderne Lebenswelt aus. Auch die KWB setzt sich als Unterzeichner der "Charta der Vielfalt" mit Engagement und Herzblut für Diversität in Arbeits- und Alltagswelt ein. Seit 2020 gibt es in der KWB zusätzlich das Projekt Peer4Queer, das sich für mehr Vorbilder und Verbündete für queere Jugendliche einsetzt. Es unterstützt sie durch Mentoring in ihrer Identitätsfindung in Bezug auf ihre sexuelle und romantische Orientierung sowie geschlechtliche Identität. Gleichzeitig ist das im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" geförderte Projekt auch an Hamburger Schulen aktiv.

Was macht Peer4Queer?

Das Mentoring-Programm von „Peer4Queer“ hat eine Laufzeit von einem Jahr.
Das Mentoring-Programm von „Peer4Queer“ hat eine Laufzeit von einem Jahr. Bild: © KWB/P4Q

Queeres Mentoring-Programm für Jugendliche

In dem Mentoring-Programm von Peer4Queer stellt das Projektteam queeren Jugendlichen ausgebildete Mentor*innen an die Seite, denen sie sich anvertrauen können. Dafür sucht das Team im ersten Schritt Menschen, die sich ehrenamtlich für queere Jugendliche engagieren und sich in einer mehrteiligen Schulung zu Mentor*innen qualifizieren möchten. Nach der erfolgreichen Matching-Phase, in der das Projekt Mentor*innen und Mentees zusammenbringt, sind im Frühjahr die ersten sieben Mentoring-Tandems in die aktive Phase gestartet. Das Mentoring-Programm läuft jeweils über einen Zeitraum von einem Jahr. Im Herbst beginnt bereits die zweite Qualifizierungsstaffel für angehende Mentor*innen.

Queeres Leben im Schulalltag – in den Workshops von „Peer4Queer“ lernen Schüler*innen, wie sie sich für die Sichtbarkeit von Vielfalt an ihrer Schule einsetzen können.
Queeres Leben im Schulalltag – in den Workshops von "Peer4Queer" lernen Schüler*innen, wie sie sich für die Sichtbarkeit von Vielfalt an ihrer Schule einsetzen können. Bild: © KWB/P4Q

Zusammenarbeit mit Hamburger Schulen

Peer4Queer ist zurzeit an zwei Hamburger Schulen aktiv und hat mit den Schüler*innen in Workshops erarbeitet, wie sie sich für mehr Toleranz und die Sichtbarkeit von Vielfalt an ihrer Schule einsetzen können. Die Schulen starteten daraufhin einen Prozess, um die im Workshop skizzierten Idealvorstellungen und Wünsche, um queeres Leben im Schulalltag gleichgestellt zu ermöglichen, umzusetzen. Peer4Queer begleitet den Prozess und unterstützt die Schüler*innen auf diesem Weg.

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung

Wenn Sie sich für das Projekt Peer4Queer als Mentor*in, Mentee, Schule oder Unternehmen engagieren wollen, dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme per E-Mail unter peer4queer@kwb.de oder telefonisch unter 040 334241-346. Falls Sie das Projekt unterstützen möchten, besuchen Sie uns gern auf den Plattformen betterplace.org und gut-fuer-hamburg.de – vielen Dank!

Projekthomepage

Kontakt

Dr. Alexei Medvedev
Tel.: 040 334241-346

Nele Menze
Tel.: 040 334241-463

Christine Robben
Tel.: 040 334241-260