Interkulturelle Koordination erneut positiv evaluiert

Abschlussbericht der Begleitstudie erschienen

"Schon bei der Konzeption der Qualifizierung zur Interkulturellen Koordination war es uns wichtig, nicht nur einzelne Lehrkräfte für vielfältige Schulen fit zu machen, sondern einen strukturellen Veränderungsprozess in Gang zu setzen. Wir wollen sie befähigen, Schulentwicklung in der Migrationsgesellschaft systematisch mitzugestalten", erklären Dr. Rita Panesar, Referentin der KWB, und Regine Hartung, Leiterin der Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung am LI Hamburg. Zusammen haben sie die Qualifizierung zur Interkulturellen Koordination (IKO) entwickelt und auch den zweiten Durchlauf evaluieren lassen. Das Resümee der wissenschaftlichen Begleitstudie fällt durchweg positiv aus.

 

 

 

Eric Vaccaro vom Referat
"Steigerung der Bildungs-
chancen".

"Vor dem Hintergrund der umrissenen bildungspolitischen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen wie der durchweg positiven und ermutigenden Evaluationsergebnisse kann eine Verstetigung der Fortbildung – als Angebot an alle Schulen, unabhängig von ihrer Schü-ler_innenschaft – nur nachdrücklich empfohlen werden", schließt der Evaluationsbericht der Fortbildung "Qualitätsentwicklung von Schule in der Migrationsgesellschaft: Fortbildung zur Interkulturellen Koordination".

 

"Eine tolle Bestätigung unserer Arbeit", freut sich Eric Vaccaro vom Referat "Steigerung der Bildungschancen" der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg: "Offenbar ist es uns gelungen, Schulen bei der Verbesserung der Bildungschancen ihrer Schülerinnen und Schülern zu unterstützen."

 

 

Prof. Dr. Mechtild Gomolla (erste Reihe, ganz rechts)
mit den Teilnehmenden, Veranstaltenden und
Unterstützenden der aktuellen IKO-Staffel.

Der aktuelle Evaluationsbericht ist das Ergebnis einer mehrjährigen wissenschaftlichen Begleitstudie des zweiten Fortbildungsdurchlaufs, die Prof. Dr. Mechtild Gomolla mit ihrem Forschungsteam an der Helmut-Schmidt-Universität durchgeführt hat. In einem primär qualitativen Design wurde das nach der Evaluation des Pilotdurchgangs (2012 – 2014) veränderte Qualifizierungskonzept und dessen Umsetzung im zweiten Durchgang der Qualifizierung (2014 – 2016) analysiert.


Die Gesamtbilanz der Fortbildung fällt auch im zweiten Durchgang sehr positiv aus. "Die Teilnehmenden bewerteten die Kombination der Anti-Bias-Pädagogik, welche für Diskriminierung auf der individuellen sowie strukturellen und institutionellen Ebene sensibilisiert, mit Ansätzen und Instrumenten zur institutionellen Schulentwicklung als neuartigen und innovativen Ansatz", so der Bericht. Das Forschungsteam stellt fest: "Die Fortbildung ist wissenschaftlich fundiert und in ihrer konzeptionellen, organisatorischen und methodischen Anlage gut durchdacht."

 

(V.l.) Regine Hartung und Dr. Rita Panesar beim
Fachtag "Vielfalt und Qualität" am 26.11.2018.

Seit 2012 führen Dr. Rita Panesar und Regine Hartung die Qualifizierung zur Interkulturelle Koordination am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) durch. Sie bilden Lehrkräfte aller Schulformen zu sogenannten Interkulturellen Koordinationen ihrer Schule aus. Diese stoßen Prozesse einer diversitätssensiblen und bildungsgerechten Schulentwicklung an. Dabei werden die Ebenen der Unterrichts-, Organisations- und Personalentwicklung einbezogen, mit dem Ziel Schule als diskriminierungssensibles Lernumfeld zu gestalten. Zurzeit läuft bereits der vierte Durchgang der Fortbildung.

 


Weitere Informationen zum Evaluationsbericht erhalten Sie hier.


Der vollständige Evaluationsbericht steht auf der Seite der Helmut-Schmidt-Universität zum Download (PDF, 1,7 MB) zur Verfügung.

 

Foto vom Evaluationsbericht: © KWB

Alle anderen Fotos: © Jens Hannewald

 

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Das Projekt "Fachkräftesicherung bei kleinen und mittleren Unternehmen" wird von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen des Aktionsbündnisses für Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk finanziert.

 

 

 

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