Lernen und Arbeiten im 21. Jahrhundert

Fachkongress des ddn-Netzwerks Hamburg zur Digitalisierung der Arbeitswelt

16.12.2016

Husam Ali Ismail Ahmed erhält Mehmet-Keskin-Stipendium der Hamburger Stiftung für Migranten

TALENTS Hamburg unterstützt ägyptischen Geflüchteten bei der Bewerbung für Stipendiatenprogramm


 

Sechs Stipendiaten wählte die Hamburger Stiftung für
Migranten für das Programm 2017 aus



Begleitet hat ihn Ausbildungsberaterin Nicole Adamski, die den 19-Jährigen im Rahmen des KWB-Projekts "TALENTS Hamburg" bei allen Themen rund um die Ausbildung coacht und betreut. "Ohne Frau Adamski von TALENTS Hamburg hätte ich das alles nicht geschafft. Da bin ich sehr dankbar, dass Hamburg so ein Projekt finanziert und dass es die Stiftung für Migranten gibt", antwortet der frischgebackene Stipendiat. Husam Ali Ismail Ahmed absolviert seit August dieses Jahres eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik bei der SANTEC Service GmbH in Schenefeld. Adamski hat ihn seit Beginn der beruflichen Ausbildung unterstützt. "Dass es nun so schnell nach der Zusage des Ausbildungsplatzes auch noch mit dem Stipendium geklappt hat, macht mich richtig glücklich. Ich bin wirklich stolz auf Husam!", erklärte sie bei der Verleihung. Nicht nur der Auszubildende, sondern auch der Betrieb, kann sich bei Fragen jederzeit an die Ausbildungsberaterin wenden. Beide Seiten schätzen diesen Austausch sehr und so können aufkommende Fragen sofort geklärt werden.

 

 

 

René Hackl, Geschäftsführender Gesellschafter der
SANTEC Service GmbH, im Gespräch mit
Ausbildungsbegleiterin Nicole Adamski

Auch René Hackl, der sich mit seinem Betrieb bereits seit Längerem für die Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit einsetzt, freute sich bei der Feier über die Auszeichnung seines Auszubildenden: "Ich bin sehr froh, dass sich Husam bei uns beworben hat. Im Handwerk ist der Nachwuchsmangel in Hamburg ganz massiv spürbar, gerade deshalb setzen wir bei SANTEC auch auf junge, engagierte Geflüchtete wie Husam." Im Interview mit Moderatorin Behnaz Samadi, die durch die Veranstaltung führte, plädierte der Geschäftsführende Gesellschafter für mehr Menschlichkeit im Arbeitsleben und bei der Integration von jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

 

 

 

Das Stipendiatenprogramm geht 2017
bereits in die sechste Runde

Jugendliche mit Migrationshintergrund und Geflüchtete stehen während der Ausbildung nicht selten vor schweren Herausforderungen, wenn es um die Leistungen in der Berufsschule geht. Im Betrieb zeigen sie dagegen meist außerordentliche Leistungen. Die Hamburger Stiftung für Migranten hat sich zum Ziel gesetzt, diese Auszubildenden in ihrem jährlichen Stipendiatenprogramm zu fördern. Mit Unterstützung der Böttcher Stiftung und des Lions Clubs Moorweide geben sie den Stipendiaten die Möglichkeit, ihre Ausbildung zu stabilisieren oder zu verbessern. Das Stipendium beinhaltet eine finanzielle Förderung in Höhe von 2.000 Euro für Fortbildungsmaßnahmen, eine Wochenendbildungsreise und regelmäßige Treffen mit den anderen Stipendiaten.

Wofür er die Förderung einsetzen möchte, verriet Husam Ali Ismail Ahmed den Gästen nach der Überreichung der Urkunde. Vor allem möchte er Deutschkurse und berufsspezifische Fortbildungen belegen, damit ihm das Erlernen von Fachbegriffen und der Unterricht in der Berufsschule leichter fallen. Zusammen mit seinem Betreuer, Jörn Goldt von den Familienhelden, und Nicole Adamski will er bald passende Trainings auswählen.