Fachkräfte für Hamburg

 

Die KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e. V. hat das übergeordnete Ziel, präventive Qualifizierungskonzepte für Unternehmen sowie Beschäftigte der Region zu entwickeln und umzusetzen. Dazu gehört, unerkannte Potenziale auf dem Arbeitsmarkt sichtbar zu machen und zu fördern sowie den Fachkräftebedarf durch die Ausschöpfung und Verbesserung vorhandener Ressourcen langfristig zu decken und demografischen Veränderungen entgegenzuwirken.

 

Job-Tauschbörse für Unternehmen in der Corona-Krise

Im Zuge der Corona-Pandemie müssen viele Betriebe in Hamburg ihren Betrieb zumindest einschränken. Viele beantragen Kurzarbeitergeld, um diese Zeit überbrücken zu können. Auf der anderen Seite stehen Betriebe, die aktuell händeringend Arbeitskräfte suchen.

Mit der Job-Tauschbörse bieten wir Ihnen die Möglichkeit, branchenunabhängig Ihre temporären personellen Verfügbarkeiten und Bedarfe für die Zeit der Corona-Pandemie zu inserieren und untereinander auszugleichen. Ziel ist es, beide Parteien auf diesem Weg schnell und unbürokratisch im Sinne einer Personalpartnerschaft zusammenzubringen. Die Plattform soll zur Sicherung von Fachkräften, Arbeitsplätzen und Produktivität beitragen.

► Hier gehts zur Job-Tauschbörse!

► Das Online-Seminar "Möglichkeiten der Job-Tauschbörse – Rechtliche Beratung zur Personalpartnerschaft" können Sie hier abrufen:

 

 

Unternehmen auf Diversitätskurs

Das Projektbüro "Fachkräfte für Hamburg" legt seinen Fokus auf besondere Zielgruppen, die auf dem Hamburger Arbeitsmarkt unterrepräsentiert sind wie zum Beispiel Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte, Berufsrückkehrer/-innen sowie Menschen mit Beeinträchtigung.

Mit verschiedenen Maßnahmen setzt sich das Projekt für verbesserte Arbeitsmarktchancen der Zielgruppen ein. Beispielsweise mit folgenden zielgruppenübergreifenden oder -spezifischen Veranstaltungen.

 

Alle Potenziale an Bord? Personalvielfalt als Schlüssel zum Erfolg

"Potenziale zu finden und zu halten, ist eine der schwierigsten Aufgaben im Unternehmen", erklärte Joachim Leins von der SICK AG seine Teilnahme an der Veranstaltung "Alle Potenziale an Bord? Personalvielfalt als Schlüssel zum Erfolg!". Unternehmensvertreter/-innen unterschiedlicher Branchen waren zusammengekommen, um aus dem alten Fahrwasser auszubrechen und sich auf Erkundungstour nach unentdeckten Potenzialen zu machen. Auf drei "Inseln" erhielten sie Impulse zu den Themen "Die alternde Belegschaft", "Frauen für Führung begeistern" sowie "Klare Sicht auf Potenziale: Menschen mit Fluchtgeschichte". Weiterlesen ...

 

Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte

"Fachkräfte für Hamburg" vertritt im Unternehmensservices von W.I.R – work and integration for refugees den UVNord e. V. (Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e. V.) und berät interessierte Unternehmen bei der Einstellung von geflüchteten Menschen. Sie unterstützt Unternehmen bei allen Fragen rund um das Thema und vermittelt passende Bewerberinnen und Bewerber für vakante Stellen. Dabei bietet sie Hilfestellung bei Formalitäten und begleitet den gesamten Bewerbungsprozess. 

Als erfolgreiche Maßnahmen im Matchingprozess zwischen Unternehmen und Bewerbern/-innen mit Flucht- oder Migrationshintergrund haben sich die Speed-Datings und die Betriebserkundungen erwiesen. Auf diese Weise hat auch Karam Koach einen Ausbildungsplatz bei Hugo Pfohe erhalten und Schüler/-innen der Gretel Bergmann Schule einen Betriebsbesuch bei der STILL GmbH machen können. Hier die Berichte zu den Maßnahmen: 

"Die Ausbildung bedeutet für mich Zukunft!"

Karam Koach bei der Vertragsunterzeichnung
Karam Koach bei der Vertragsunterzeichnung

"Ich habe fast 50 Bewerbungen geschrieben und nur Absagen bekommen. Trotzdem habe ich mir gedacht: Ich gebe nicht auf - ich mach weiter und weiter!". Es war nicht leicht für Karam Kaoch seinen Optimismus und seine Zielstrebigkeit immer beizubehalten, aber es hat sich gelohnt. Bei dem Azubi-Speed-Dating, das die KWB für Geflüchtete beim Autohaus Hugo Pfohe organisiert hat, machte der gebürtige Syrer auf sich aufmerksam. In dem folgenden Test und Praktikum überzeugte er schließlich und erhielt einen Ausbildungsvertrag zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker. Hülya Eralp, die ihn im Bewerbungsprozess gecoacht und begleitet hat, freut sich über die erfolgreiche Vermittlung: "Karam Koach ist ein engagierter und begabter junger Mann. Für ihn und für das Unternehmen wird die Zusammenarbeit ein Gewinn sein." Weiterlesen ...

Perspektive in der Industrie 4.0

Eine gute Berufsorientierung während der Schulzeit erleichtert den Übergang in die Ausbildung erheblich. Und auch Unternehmen sind daran interessiert, potenzielle Bewerber/-innen frühzeitig und persönlich kennenzulernen. "Fachkräfte für Hamburg" bringt daher Unternehmen mit Schülern/-innen in der Orientierungsphase zusammen. So organisierte KWB-Referent Dr. Oliver Borszik für 21 interessierte Schülerinnen und Schüler der Gretel Bergmann Schule einen Betriebsbesuch bei der STILL GmbH. Ausbildungsleiter Sten-Arne Saß (links im Bild) stellte die Berufe im Betrieb vor, führte über das Gelände und gab Tipps zum Bewerbungsprozess. Weiterlesen ...

 

Menschen mit Beeinträchtigung

Wie ist es um Menschen mit Behinderung am Hamburger Arbeitsmarkt bestellt? Dieser Frage widmet sich eine Analyse, welche die KWB im Auftrag der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration im Rahmen des Aktionsbündnisses für Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk erstellt hat. Sie umfasst eine Sekundäranalyse amtlicher Daten sowie eine Bestandsaufnahme vorhandener Unterstützungs- und Förderangebote. Praxisbeispiele zeigen zudem auf, wie Inklusion in Hamburg umgesetzt wird. Download der Analyse zur Erwerbssituation von Menschen mit Behinderung in Hamburg (PDF, 2 MB).

Den Handlungsempfehlungen der Analyse folgend setzt "Fachkräfte für Hamburg" seit 2018 Veranstaltungen zur Arbeitsmarktinklusion um. Alles startete mit dem Kick-off "Diversity & Inklusion" und führte zum Forum Inklusion. Lesen Sie hier die Berichte zu den Veranstaltungen:

Diversity & Inklusion: Kick-off zur betrieblichen Ausbildung

"Wir spielen schon länger mit dem Gedanken, Menschen mit Behinderung auszubilden. Ich hoffe, dafür heute die letzten Informationen und noch mal den nötigen Schwung zu bekommen", so eine Unternehmensvertreterin auf der Fachveranstaltung "Diversity & Inklusion. Kick-off für betriebliche Ausbildung" am 13. Juni 2018. Der Impulsvortrag von Klaus Becker, Geschäftsstellenleiter bei der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, als auch die Fachforen der Agentur für Arbeit und nicht zuletzt die vielen motivierenden Praxisbeispiele von Unternehmen, die auf der Veranstaltung präsentiert wurden, schafften die besten Voraussetzungen zur Einführung von erfolgreicher inklusiver Ausbildung in Betrieben. 

Forum Inklusive Ausbildung I:
"Unser Auszubildender ist heute eine Säule im Arbeitsalltag"

"Erfahrungsberichte, Kollegiale Fallberatung, Kennenlernen der Unterstützungsmöglichkeiten und Motivieren, den ersten oder zweiten Schritt auf dem Weg zur inklusiven Ausbildung zu gehen", beschreibt Veranstalter Dr. Oliver Borszik die Idee hinter dem Forum "Inklusive Ausbildung", das im Juni 2019 das erste Mal zusammengekommen ist. "Wir freuen uns sehr, dass über 30 Interessierte der Einladung gefolgt sind und ein spannender und fruchtbarer Austausch mit den Unternehmen stattgefunden hat." Das Forum wird noch in diesem Jahr fortgeführt und widmet sich dann den Themen, die sich bei der aktuellen Veranstaltung herauskristallisiert haben. Weiterlesen ...

Forum Inklusive Ausbildung II:
"Wir sagen schon im Einstellungsgespräch, dass wir inklusiv arbeiten."

Wie kann Unternehmenskultur inklusiv gestaltet werden? Welche Hürden können identifiziert werden und wie sind diese zu überwinden? Die Teilnehmenden des Forums "Inklusive Ausbildung" am 19. November diskutierten, wie das Wechselspiel zwischen Behinderung und bestehenden Barrieren in der räumlichen und gesellschaftlichen Umwelt Teilhabe verhindert oder ermöglicht. Die Unternehmenskultur wurde als eine Gelingensbedingung für inklusive Ausbildung bestätigt. KWB-Referentin Dr. Rita Panesar präsentierte den Unconscious-Bias-Ansatz, der das Management von heterogenen Teams optimiert. Winald Kasch legte in seinem Impulsvortrag den Fokus auf inklusionsfreundliche Prozesse der Entscheidungsfindung in Unternehmen. Weiterlesen ...

 

Berufsrückkehrerinnen:

Branchendialoge zum Thema Minijobs

"Wir können zeitweise keine Aufträge mehr annehmen, weil uns das Personal dafür fehlt", berichtete die Personalleitung einer Hamburger Reinigungsfirma auf dem Branchendialog "Verborgene Ressourcen von Minijobbenden". Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, lohnt sich ein Blick auf die eigenen Angestellten und ihre Beschäftigungsform. Die Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist ein Lösungsansatz, der sowohl für Arbeitgeber/-innen als auch für Arbeitnehmer/-innen viele Vorteile hat. Im Rahmen von drei Branchendialogen diskutierten Vertreter/-innen von Behörden, Berufsverbänden und Gewerkschaften mit Unternehmern/-innen Erfolgsstrategien und Herausforderungen, die mit der Umwandlung von Minijobs einhergehen. 

Informationen zur Umwandlung von Minijobs

Informationen zum Thema Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung für Unternehmen und Beschäftigte hat "Fachkräfte für Hamburg" für die Website des Hamburger Fachkräftenetzwerkes aufgearbeitet. 

In einem kurzen Informationspapier sind die wichtigsten Fakten zum Thema "Warum sich die Umwandlung von Minijobs lohnt" zusammengefasst.
Zusammenfassung für Beschäftigte "Das sollten Sie als Minijobber/-in wissen"(PDF, 411 KB)
Zusammenfassung für Unternehmen "Minijobs: Das sollten Unternehmen wissen" (PDF, 423 KB)

Das Informationspapier für Minijobbende wurde auch in fünf Sprachen übersetzt:

يجب أن تعرف ذلك كشخص يقوم بما يُعرف ب »الوظيفة الصغيرة (Arabisch) 

Като упражняващо „мини работа“ лице трябва да знаете това (Bulgarisch) 

What you should know as a mini-jobber (Englisch) 

To powinien wiedzieć każdy pracujący w ramach Minijob (Polnisch) 

Küçük işlerde çalışan olarak bunları bilmenizde fayda var (Türkisch) 
 

Hintergrund:

Das Projektbüro "Fachkräfte für Hamburg" wird im Rahmen des "Aktionsbündnises Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk" gefördert. Dieses setzt sich zusammen aus dem Hamburger Senat (vertreten durch die fachlich betroffenen Fachbehörden), der Agentur für Arbeit Hamburg, dem Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Nord, der Handelskammer Hamburg, der Handwerkskammer Hamburg, dem Jobcenter team.arbeit.hamburg sowie dem Unternehmensverband Nord. Das Hamburger Fachkräftenetzwerk wurde im Jahr 2013 gegründet, um eine neue Qualität der Zusammenarbeit aller arbeitsmarktpolitischen Akteure zu schaffen, da keiner der Partner des Fachkräftenetzwerks alleine die erforderlichen Analysen und fachpolitischen Anpassungen zur Fachkräftesicherung leisten kann.

 

Kontakt

Bjeen Alhassan
Tel.: 040 334241-338

Janna Bischoff
Tel.: 040 334241-461 

Dr. Oliver Borszik
Tel.: 040 334241-336

Monika Ehmke
Tel.: 040 334241-333

Dr. Rita Panesar
Tel.: 040 334241-422


Das Projekt "Fachkräfte für Hamburg" wird von der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen des
Aktionsbündnisses für Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk finanziert.