Fachkräfte für Hamburg

 

Die KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e. V. hat das übergeordnete Ziel, präventive Qualifizierungskonzepte für Unternehmen sowie Beschäftigte der Region zu entwickeln und umzusetzen. Dazu gehört, unerkannte Potenziale auf dem Arbeitsmarkt sichtbar zu machen und zu fördern sowie den Fachkräftebedarf durch die Ausschöpfung und Verbesserung vorhandener Ressourcen langfristig zu decken und demografischen Veränderungen entgegenzuwirken.

Im Rahmen des Projektbüros "Fachkräfte für Hamburg" legt die KWB ihren Fokus auf besondere Zielgruppen, die auf dem Hamburger Arbeitsmarkt unterrepräsentiert sind wie zum Beispiel Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte, Berufsrückkehrer/-innen sowie Menschen mit Beeinträchtigung.

Mit verschiedenen Maßnahmen setzt sich das Projekt für verbesserte Arbeitsmarktchancen der Zielgruppen ein. Beispielsweise mit folgenden Veranstaltungen:

Volle Kraft voraus: Unternehmen auf Diversitäts-Kurs

"Potenziale zu finden und zu halten, ist eine der schwierigsten Aufgaben im Unternehmen", erklärte Joachim Leins von der SICK AG seine Teilnahme an der Veranstaltung "Alle Potenziale an Bord? Personalvielfalt als Schlüssel zum Erfolg!". Unternehmensvertreter/-innen unterschiedlicher Branchen waren zusammengekommen, um aus dem alten Fahrwasser auszubrechen und sich auf Erkundungstour nach unentdeckten Potenzialen zu machen. Auf drei "Inseln" erhielten sie Impulse zu den Themen "Die alternde Belegschaft", "Frauen für Führung begeistern" sowie "Klare Sicht auf Potenziale: Menschen mit Fluchtgeschichte".   Weiterlesen ...

 

Menschen mit Beeinträchtigung: 

Forum Inklusive Ausbildung II: "Wir sagen schon im Einstellungsgespräch, dass wir inklusiv arbeiten."

Wie kann Unternehmenskultur inklusiv gestaltet werden? Welche Hürden können identifiziert werden und wie sind diese zu überwinden? Die Teilnehmenden des Forums "Inklusive Ausbildung" am 19. November diskutierten, wie das Wechselspiel zwischen Behinderung und bestehenden Barrieren in der räumlichen und gesellschaftlichen Umwelt Teilhabe verhindert oder ermöglicht. Die Unternehmenskultur wurde als eine Gelingensbedingung für inklusive Ausbildung bestätigt. KWB-Referentin Dr. Rita Panesar präsentierte den Unconscious-Bias-Ansatz, der das Management von heterogenen Teams optimiert. Winald Kasch legte in seinem Impulsvortrag den Fokus auf inklusionsfreundliche Prozesse der Entscheidungsfindung in Unternehmen. Weiterlesen ...

Forum Inklusive Ausbildung I: "Unser Auszubildender ist heute eine Säule im Arbeitsalltag"

"Erfahrungsberichte, Kollegiale Fallberatung, Kennenlernen der Unterstützungsmöglichkeiten und Motivieren, den ersten oder zweiten Schritt auf dem Weg zur inklusiven Ausbildung zu gehen", beschreibt Veranstalter Dr. Oliver Borszik die Idee hinter dem Forum "Inklusive Ausbildung", das im Juni 2019 das erste Mal zusammengekommen ist. "Wir freuen uns sehr, dass über 30 Interessierte der Einladung gefolgt sind und ein spannender und fruchtbarer Austausch mit den Unternehmen stattgefunden hat." Das Forum wird noch in diesem Jahr fortgeführt und widmet sich dann den Themen, die sich bei der aktuellen Veranstaltung herauskristallisiert haben. Weiterlesen ...

Diversity & Inklusion: Kick-off zur betrieblichen Ausbildung

"Wir spielen schon länger mit dem Gedanken, Menschen mit Behinderung auszubilden. Ich hoffe, dafür heute die letzten Informationen und noch mal den nötigen Schwung zu bekommen", so eine Unternehmensvertreterin auf der Fachveranstaltung "Diversity & Inklusion. Kick-off für betriebliche Ausbildung" am 13. Juni 2018. Der Impulsvortrag von Klaus Becker, Geschäftsstellenleiter bei der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, als auch die Fachforen der Agentur für Arbeit und nicht zuletzt die vielen motivierenden Praxisbeispiele von Unternehmen, die auf der Veranstaltung präsentiert wurden, schafften die besten Voraussetzungen zur Einführung von erfolgreicher inklusiver Ausbildung in Betrieben.

 

Berufsrückkehrerinnen:

Branchendialoge zum Thema Minijobs

"Wir können zeitweise keine Aufträge mehr annehmen, weil uns das Personal dafür fehlt", berichtete die Personalleitung einer Hamburger Reinigungsfirma auf dem Branchendialog "Verborgene Ressourcen von Minijobbenden". Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, lohnt sich ein Blick auf die eigenen Angestellten und ihre Beschäftigungsform. Die Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist ein Lösungsansatz, der sowohl für Arbeitgeber/-innen als auch für Arbeitnehmer/-innen viele Vorteile hat. Im Rahmen von drei Branchendialogen diskutierten Vertreter/-innen von Behörden, Berufsverbänden und Gewerkschaften mit Unternehmern/-innen Erfolgsstrategien und Herausforderungen, die mit der Umwandlung von Minijobs einhergehen.

 

Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte

Perspektive in der Industrie 4.0

Eine gute Berufsorientierung während der Schulzeit erleichtert den Übergang in die Ausbildung erheblich. Und auch Unternehmen sind daran interessiert, potenzielle Bewerber/-innen frühzeitig und persönlich kennenzulernen. Im Rahmen des Projekts "Fachkräftesicherung bei KMU" vermittelte KWB-Referent Dr. Oliver Borszik daher für 21 interessierte Schülerinnen und Schüler der Gretel Bergmann Schule einen Betriebsbesuch bei der STILL GmbH. Ausbildungsleiter Sten-Arne Saß (links im Bild) stellte die Berufe im Betrieb vor, führte über das Gelände und gab Tipps zum Bewerbungsprozess.

Speed-Dating bei der Hugo Pfohe GmbH: "Wir waren neugierig!"

Viele Unternehmen können sich gut vorstellen, Geflüchtete bei sich auszubilden. Das Matching zwischen ihnen und den geflüchteten Bewerbern/-innen ist jedoch häufig eine Herausforderung für alle Beteiligten. Mit der Organisation von Azubi-Speed-Datings unterstützt die KWB den Prozess und ermöglicht so ein niedrigschwelliges Kennenlernen der beiden Parteien. Das Autohaus Hugo Pfohe empfing in diesem Rahmen neun junge Männer und stellte ihnen den Betrieb sowie die Ausbildungsberufe Kfz-Mechatroniker/-in, Karosseriebauer/-in und Lackierer/-in vor.

 

Publikationen:

Analyse zur Erwerbssituation von Menschen mit Behinderung in Hamburg

Wie ist es um Menschen mit Behinderung am Hamburger Arbeitsmarkt bestellt? Dieser Frage widmet sich eine Analyse, welche die KWB im Auftrag der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration im Rahmen des Aktionsbündnises für Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk erstellt hat. Sie umfasst eine Sekundäranalyse amtlicher Daten sowie eine Bestandsaufnahme vorhandener Unterstützungs- und Förderangebote. Praxisbeispiele zeigen zudem auf, wie Inklusion in Hamburg umgesetzt wird. Download der Analyse zur Erwerbssituation von Menschen mit Behinderung in Hamburg (PDF, 2 MB).

Ständige Vertretung im W.I.R:

Unternehmensservices von W.I.R – work and integration for refugees

"Fachkräfte für Hamburg" vertritt im Unternehmensservices von W.I.R – work and integration for refugees den UVNord e. V. (Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e. V.) und berät interessierte Unternehmen bei der Einstellung von geflüchteten Menschen. Sie unterstützt Unternehmen bei allen Fragen rund um das Thema und vermittelt passende Bewerberinnen und Bewerber für vakante Stellen. Dabei bietet sie Hilfestellung bei Formalitäten und begleitet den gesamten Bewerbungsprozess. 

Hintergrund:

Hamburger Fachkräftenetzwerk

Das Projektbüro "Fachkräfte für Hamburg" wird im Rahmen des "Aktionsbündnises Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk" gefördert. Dieses setzt sich zusammen aus dem Hamburger Senat (vertreten durch die fachlich betroffenen Fachbehörden), der Agentur für Arbeit Hamburg, dem Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Nord, der Handelskammer Hamburg, der Handwerkskammer Hamburg, dem Jobcenter team.arbeit.hamburg sowie dem Unternehmensverband Nord. Das Hamburger Fachkräftenetzwerk wurde im Jahr 2013 gegründet, um eine neue Qualität der Zusammenarbeit aller arbeitsmarktpolitischen Akteure zu schaffen, da keiner der Partner des Fachkräftenetzwerks alleine die erforderlichen Analysen und fachpolitischen Anpassungen zur Fachkräftesicherung leisten kann.

 

Projekthomepage

Kontakt

Bjeen Alhassan
Tel.: 040 334241-338

Janna Bischoff
Tel.: 040 334241-461 

Dr. Oliver Borszik
Tel.: 040 334241-336

Monika Ehmke
Tel.: 040 334241-333

Dr. Rita Panesar
Tel.: 040 334241-422



Das Projekt "Fachkräfte für Hamburg" wird von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen des Aktionsbündnisses für Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk finanziert.