Fachkräfte für Hamburg

 

Unter dem Dach von "Fachkräfte für Hamburg" werden die Aktivitäten von "Fachkräftesicherung bei KMU" (ehemals "BQM") und "ddn Hamburg" seit 2020 gebündelt. Übergeordnetes Ziel ist es, präventive Qualifizierungskonzepte für Unternehmen sowie Beschäftigte der Region zu entwickeln und umzusetzen. Dazu gehört, unerkannte Potenziale auf dem Arbeitsmarkt sichtbar zu machen und zu fördern sowie den Fachkräftebedarf durch die Ausschöpfung und Verbesserung vorhandener Ressourcen langfristig zu decken und demografischen Veränderungen entgegenzuwirken.
 

Unternehmen auf Diversitätskurs

Das Projektbüro "Fachkräfte für Hamburg" legt seinen Fokus auf besondere Zielgruppen, die auf dem Hamburger Arbeitsmarkt unterrepräsentiert sind wie zum Beispiel Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte, Berufsrückkehrer/-innen sowie Menschen mit Beeinträchtigung. Mit verschiedenen Maßnahmen setzt sich das Projekt für verbesserte Arbeitsmarktchancen der Zielgruppen ein.

 

Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte

"Fachkräfte für Hamburg" vertritt im Unternehmensservices von W.I.R – work and integration for refugees den UVNord e. V. (Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e. V.) und berät interessierte Unternehmen bei der Einstellung von geflüchteten Menschen. Sie unterstützt Unternehmen bei allen Fragen rund um das Thema und vermittelt passende Bewerberinnen und Bewerber für vakante Stellen. Dabei bietet sie Hilfestellung bei Formalitäten und begleitet den gesamten Bewerbungsprozess. 

Als erfolgreiche Maßnahmen im Matchingprozess zwischen Unternehmen und Bewerbern/-innen mit Flucht- oder Migrationshintergrund haben sich die Speed-Datings und die Betriebserkundungen erwiesen. Auf diese Weise hat beispielsweise auch ►Karam Koach einen Ausbildungsplatz bei Hugo Pfohe erhalten und ►Schüler/-innen der Gretel Bergmann Schule einen Betriebsbesuch bei der STILL GmbH machen können.

 

Menschen mit Beeinträchtigung

Wie ist es um Menschen mit Behinderung am Hamburger Arbeitsmarkt bestellt? Dieser Frage widmet sich eine Analyse, welche die KWB im Auftrag der damaligen Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration im Rahmen des Aktionsbündnisses für Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk erstellt hat. Sie umfasst eine Sekundäranalyse amtlicher Daten sowie eine Bestandsaufnahme vorhandener Unterstützungs- und Förderangebote. Praxisbeispiele zeigen zudem auf, wie Inklusion in Hamburg umgesetzt wird. Download der Analyse zur Erwerbssituation von Menschen mit Behinderung in Hamburg (PDF, 2 MB).

Den Handlungsempfehlungen der Analyse folgend setzt "Fachkräfte für Hamburg" Veranstaltungen zur Arbeitsmarktinklusion um. Alles startete mit dem Kick-off "Diversity & Inklusion" und führte zum Forum Inklusion, das halbjährlich stattfindet:

►Forum Inklusive Ausbildung I: "Unser Auszubildender ist heute eine Säule im Arbeitsalltag"

►Forum Inklusive Ausbildung II: "Wir sagen schon im Einstellungsgespräch, dass wir inklusiv arbeiten."

►Forum Inklusive Ausbildung III: "Digitalisierung – Chance für Inklusion"

Forum Inklusive Ausbildung IV: "Potenziale von Menschen mit Sehbeeinträchtigung"

 

Berufsrückkehrerinnen

"Fachkräfte für Hamburg" hat einen Arbeitsschwerpunkt auf dem Thema Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Informationen zum dem Themenbereich hat das Projekt für die Website des Hamburger Fachkräftenetzwerkes aufgearbeitet. In einem kurzen Informationspapier sind die wichtigsten Fakten zum Thema "Warum sich die Umwandlung von Minijobs lohnt" zusammengefasst.

► Zusammenfassung für Beschäftigte "Das sollten Sie als Minijobber/-in wissen" (PDF, 411 KB)

► Zusammenfassung für Unternehmen "Minijobs: Das sollten Unternehmen wissen" (PDF, 423 KB)

Das Informationspapier für Minijobbende wurde auch in fünf Sprachen übersetzt:

يجب أن تعرف ذلك كشخص يقوم بما يُعرف ب »الوظيفة الصغيرة (Arabisch) 

► Като упражняващо „мини работа“ лице трябва да знаете това (Bulgarisch) 

► What you should know as a mini-jobber (Englisch) 

► To powinien wiedzieć każdy pracujący w ramach Minijob (Polnisch) 

► Küçük işlerde çalışan olarak bunları bilmenizde fayda var (Türkisch)

 

Bild
V. l.: Brigitte Nolte, Geschäftsführung Handelsverband Nord, Petra Lotzkat, Staatsrätin der Sozialbehörde, und Heike Lattekamp, Landesfachbereichsleitung ver.di. © KWB

Darüber hinaus veranstaltete das Projektbüro 2018 die Branchendialoge "Verborgene Ressourcen von Minijobbenden", bei denen das Ohr an die Praxis gelegt wurde: Welche Vor- und Nachteile sehen die Unternehmensvertreter/-innen und Sozialpartner der Branchen in der Beschäftigungsform Minijob?

So berichtete die Personalleitung einer Hamburger Reinigungsfirma auf dem Branchendialog: "Wir können zeitweise keine Aufträge mehr annehmen, weil uns das Personal dafür fehlt". Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, lohnt sich ein Blick auf die eigenen Angestellten und ihre Beschäftigungsform. Die Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stellte sich als ein Lösungsansatz dar, der sowohl für Arbeitgeber/-innen als auch für Arbeitnehmer/-innen viele Vorteile hat. Im Rahmen von drei Branchendialogen diskutierten Vertreter/-innen von Behörden, Berufsverbänden und Gewerkschaften mit Unternehmern/-innen Erfolgsstrategien und Herausforderungen, die mit der Umwandlung von Minijobs einhergehen. 

► Bericht zu den Branchendialogen (PDF)

Im darauf folgendem Jahr wendete sich "Fachkräfte für Hamburg" der Perspektive der Minijobbenden zu. Über Interviews und Gespräche wurden Beratungsbedarfe ermittelt und Handlungsempfehlungen erstellt.

 

Personalpartnerschaften in der Corona-Krise

Mit einer Matching-Plattform bot die KWB im Auftrag der Sozialbehörde Unternehmen die Möglichkeit, branchenunabhängig temporäre personelle Verfügbarkeiten und Bedarfe für die Zeit der Corona-Pandemie zu inserieren und untereinander auszugleichen. Ziel der Matching-Plattform war es, beide Parteien auf diesem Weg schnell und unbürokratisch im Sinne einer Personalpartnerschaft zusammenzubringen. Die Job-Tauschbörse ist inzwischen ausgelaufen. Das Online-Seminar "Rechtliche Beratung zur Personalpartnerschaft" können Sie hier weiterhin abrufen:

 

Demographischer Wandel

Logo: ddn HamburgDer demographische Wandel bringt Veränderungsprozesse für alle Unternehmen, unabhängig von ihrem Standort, mit sich. Fachkräftemangel, Nachwuchsengpässe, massenweise Altersabgänge, Abwerbung von Know-how-Trägern, War for Talents, altersgemischte Teams, steigender Anteil von älteren Beschäftigten sind Folgen der Altersverschiebung. Die zukünftige Aufgabe wird darin bestehen, zunächst die vorhandenen Mitarbeiter/-innen zu entwickeln und zu halten. Hat sich ein Unternehmen mitarbeiterorientiert, alters- und alternsgerecht aufgestellt, gelingt auch die Rekrutierung qualifizierter Kräfte.

Diesem Thema widmet sich das "Demographie Netzwerk Hamburg", kurz "ddn Hamburg", welches unter dem Dach von "Fachkräfte für Hamburg" in der KWB umgesetzt wird.

 

Hintergrund

Das Projektbüro "Fachkräfte für Hamburg" wird im Rahmen des "Aktionsbündnises Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk" gefördert. Dieses setzt sich zusammen aus dem Hamburger Senat (vertreten durch die fachlich betroffenen Fachbehörden), der Agentur für Arbeit Hamburg, dem Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Nord, der Handelskammer Hamburg, der Handwerkskammer Hamburg, dem Jobcenter team.arbeit.hamburg sowie dem Unternehmensverband Nord. Das Hamburger Fachkräftenetzwerk wurde im Jahr 2013 gegründet, um eine neue Qualität der Zusammenarbeit aller arbeitsmarktpolitischen Akteure zu schaffen, da keiner der Partner des Fachkräftenetzwerks alleine die erforderlichen Analysen und fachpolitischen Anpassungen zur Fachkräftesicherung leisten kann.

 

Auszeichnung mit dem
Integrationspreis der Bundeskanzlerin

Unserer Projektmitarbeiterin Bjeen Alhassan gratulieren wir von Herzen zur Verleihung des Integrationspreises der Bundeskanzlerin 2020 für ihr ehrenamtliches Engagement "Lernen mit Bijin". Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Bildergalerie der Preisverleihung am 5. Oktober 2020 im Bundeskanzleramt.

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Kontakt

Janna Bischoff
Tel.: 040 334241-461 

Dr. Oliver Borszik
Tel.: 040 334241-336

Monika Ehmke
Tel.: 040 334241-333

Sandra Hinrichs
Tel.: 040 334241-420

Dr. Rita Panesar
Tel.: 040 334241-422

Susanne Sabisch-Schellhas
Tel.: 040 334241-415


Das Projekt "Fachkräfte für Hamburg" wird von der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen des
Aktionsbündnisses für Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk finanziert.