10.11.2014

Frauen mit Kopftuch auf dem Arbeitsmarkt

NDR Info berichtet über Initiative der Stadt Hamburg

Kopftuchträgerinnen in den Arbeitsmarkt integrieren

In der Anmoderation des NDR-Info-Beitrags vom 5. November 2014 heißt es: Wegen eines Kopftuchs darf einer Frau nicht der Job verwehrt werden. So steht es im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz von 2006. Soweit die Theorie. Die Praxis sieht allerdings ganz anders aus. Kopftuchträgerinnen haben es selbst bei sehr guter Qualifizierung schwer. Hamburg will dem nicht länger zusehen und geht das Problem jetzt an.  

Konkret plant die Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration unter anderem Round-Table-Gespräche in Kooperation mit der BQM Beratung Qualifizierung Migration. Hülya Eralp von der BQM ist froh über die gemeinsame Initiative. Sie hört bei ihrer Zusammenarbeit mit Unternehmen immer wieder Vorbehalte gegen Kopftuchträgerinnen heraus. Beispielsweise, dass Businesskleidung vorgeschrieben sei und Frauen mit Kopftuch daher nicht eingestellt werden könnten.

Kleine Gesprächsrunden mit Unternehmensvertretern/-innen und Kopftuchträgerinnen seien ein geeigneter Rahmen, "um diese Fragen rund um das Thema Kopftuch einfach mal zu diskutieren, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben, und diesen Unternehmen die Möglichkeit zu geben, sich mit Frauen mit Kopftuch auszutauschen", so Amtsleiterin Petra Lotzkat in dem Bericht.

Unterstützt wird das Vorhaben von Cord Wöhlke, dem Geschäftsführer einer großen Drogeriemarktkette: "Wenn man keine Chance hat, bedeutet das ja auch keine Teilhabe an der Gesellschaft, sich nicht mit anderen Menschen und anderen Ideen auseinanderzusetzen. Erst wenn ich mich mit verschiedenen Menschen auseinandersetze, gewinnen beide Seiten mehr Toleranz und mehr Verständnis füreinander", erläutert er sein Engagement.

Den ganzen NDR-Info-Beitrag können Sie sich hier anhören.

Eine Veranstaltung mit "ddn Hamburg" im Rahmen des KWB-Projekts "Fachkräfte für Hamburg".

Logo: ddn Hamburg

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Das Projekt "Fachkräfte für Hamburg" wird von der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen des
Aktionsbündnisses für Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk finanziert.