Wie gelingt die Einführung Strategischer Personalplanung im Unternehmen – und welche Herausforderungen sind dabei typisch?
Dr. Stefan Stracke: Zunächst einmal braucht es Verantwortliche, die das Thema im Unternehmen vorantreiben. Die Einführung gelingt nur, wenn Strategische Personalplanung von den Entscheider/-innen im Unternehmen (Geschäftsführung, Vorstand) unterstützt wird und nicht als HR-Initiative "im Abseits landet".
Die frühzeitige Einbeziehung der Beschäftigten und ihrer Interessenvertretungen kann helfen, Widerstände abzubauen und das Know-how der Belegschaft zu nutzen. Es empfiehlt sich, schrittweise zu beginnen, am besten in einem abgegrenzten Pilotbereich.
Angesichts von Unsicherheiten in der Geschäftswelt – etwa geopolitischen Spannungen oder wirtschaftlichen Abschwüngen – sowie des rasanten Wandels von Arbeitswelt und Technologien mag es herausfordernd erscheinen, eine langfristige Planungsperspektive einzunehmen. Es braucht dafür einen Dialog über die Unternehmensstrategie und mögliche Szenarien zur Entwicklung von Markt und Technologien. Typische Herausforderungen liegen in einer unzureichenden Datenbasis und einer fehlenden Transparenz über Kompetenzen. Planungstools helfen, den Prozess zu strukturieren und Analysen und Zukunftsprojektionen durchzuführen.
Vielen Dank für das Interview, Dr. Stefan Stracke. Wir freuen uns sehr auf Ihr Online-Seminar "Digitalisierung und KI – wie sichern wir die Kompetenzen, die wir in Zukunft benötigen?" am 25. Juni 2026.