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Vorurteile verlernen – Lehrkräfte als Change Agents

Alle neuen IKOs, die Leiterinnen der Qualifizierung sowie die Verantwortlichen der BSFB, des LIs sowie der KWB auf dem Gruppenbild versammelt.

20 Lehrkräfte aller Schulformen schlossen am 1. Juni 2026 mit einer feierlichen Zertifikatsverleihung ihre zweijährige IKO-Qualifizierung für diversitätsbewusste Schulentwicklung ab. Auf Postern präsentierten sie ihre beeindruckenden Ergebnisse.

Vielfalt als Auftrag für Schulentwicklung

Um den Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg weiter abzubauen, gestalten die ausgebildeten Lehrkräfte gemeinsam mit ihren Kollegien Unterrichtskonzepte, die der sozialen und kulturellen Vielfalt ihrer Schülerinnen und Schüler gerecht werden. Sie etablieren Antidiskriminierungskonzepte, sorgen für die Professionalisierung der Elternkooperation und vieles mehr. In einem Arbeitsfeld, das auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen reagiert und in dem Handlungsunsicherheit vorkommen kann, unterstützen sie ihre Kollegien durch Beratung und Vernetzung.

Würdigung des Engagements

„Das LI ist stolz auf diese Kernaufgabe dieser langjährig erfolgreichen Qualifizierung von Lehrkräften, die sich als IKOs für die diversitätsbewusste Schulentwicklung an ihrer Schule mit ihrem erworbenen Professionswissen einsetzen“, so Heinz Grasmück, Direktor des Landesinstituts für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen, in seiner Laudatio. „Dass die Qualifizierungsmaßnahme in Kooperation mit der BSFB und der Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e. V. durchgeführt wird, ist mit der erweiterten Perspektive auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und lebenslanges Lernen eine große Bereicherung.“

Heinz Grasmück, Direktor des Landesinstituts für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen (LI)
V. l.: Heinz Grasmück (LI), vier IKOs, Hansjörg Lüttke (KWB), Regine Hartung (LI/BIE) und Dr. Rita Panesar (KWB).

Heinz Grasmück wünschte den IKOs viel Erfolg sowie Akzeptanz für ihre Arbeit und würdigte insbesondere, „dass sie an ihren Schulen systemisch wirksam werden können und Prozesse anstoßen und begleiten, die Diskriminierung abbauen und die Potenziale von Vielfalt in unserer Stadtgesellschaft fördern. Das Zertifikat, das wir heute verleihen, ist Ausdruck systemischer Befähigung und Kompetenz. Ich danke Ihnen für Ihren Mut und Ihr Engagement!“

Aus der Praxis

Pouja Mazban, einer der ausgebildeten IKOs, zieht ein persönliches Resümee: „Ich habe eine Fülle an Werkzeugen, Handlungswissen und vor allem Sicherheit in meiner professionellen pädagogischen Haltung gewonnen. Als Person bin ich in den zwei Jahren gewachsen und kann dies jetzt in meine Schule einbringen.“

Neue Bewerbungsrunde

Interessierte Lehrkräfte konnten sich bis zum 15. Juni 2026 für die 8. IKO-Qualifizierung bewerben.

Die IKOs hatten die Gelegenheit, Ihre individuellen Projekte an Plakatwänden zu präsentieren.

Von der Qualifizierung in die Praxis: DIVE-IN an der Brecht-Schule

Wie gelingt es, Vielfalt, Teilhabe und Antidiskriminierung nachhaltig im Schulleben zu verankern? Die Brecht-Schule hat im Rahmen der DIVE-IN-Qualifizierung der Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung am LI konkrete Schritte umgesetzt und neue Formate für eine diskriminierungssensible Schulkultur entwickelt.
Ein Einblick in die Praxis von Eva Pruss Romagosa.


Die Weiterbildung zur diversitätsbewussten Schulentwicklung "Qualifizierung zur Interkulturellen Koordination" wird durch die Hamburger Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung gefördert.

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