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45 Frauen. Eine Mission: Die Ukraine in Europa mitgestalten.

Unser Kooperationsprojekt „Young Female Leaders School for EU Integration“ ist im April erfolgreich gestartet. Es wird gemeinsam mit der ukrainischen Stiftung „Public Resources and Initiatives“ (FSRI) in den drei Regionen Chernivtsi, Kiew und Dnipro durchgeführt. Das Projekt umfasst einen umfassenden Ausbildungs- und Mentoring-Zyklus mit internationaler Komponente.

Ziel ist es, das Potenzial junger Frauen als treibende Kraft für demokratische Veränderungen in der Ukraine zu stärken. Dazu werden Führungskompetenzen vermittelt und die Vernetzung mit europäischen Partnern gefördert. In einer Summer School finden junge Ukrainerinnen Raum für Lernen und Dialog und sammeln Erfahrungen mit demokratischer Führung, den Werten der EU sowie Instrumenten zur Beteiligung der Öffentlichkeit an Entscheidungsprozessen.

Foto der Teilnehmerinnen Foto der Teilnehmerinnen

Die Teilnehmerinnen wollen die demokratischen Veränderungen in der Ukraine vorantreiben.
Foto: Nataliia Heiman

45 Frauen für die europäische Zukunft der Ukraine

In einer Zeit, in der die Ukraine weiterhin der Aggression der Russischen Föderation entgegensteht und zugleich den Weg in die Europäische Union verfolgt, wächst der Bedarf an einer neuen Generation junger weiblicher Führungskräfte. Sie sollen in der Lage sein, den demokratischen Wiederaufbau auf Grundlage europäischer Werte mitzugestalten.

Gemeinsam mit dem ukrainischen Partner FSRI wurde deshalb ein strukturiertes, multidimensionales Programm entwickelt, das Bildungs-, Praxis- und Mentoring-Komponenten miteinander verbindet. Neben der Vermittlung von Wissen fördert es die aktive Beteiligung junger Frauen an demokratischen Prozessen und den Aufbau eines Netzwerks gegenseitiger Unterstützung sowie von Partnerschaften mit europäischen zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Die Nachfrage, Teil des Projektes zu werden, war sehr groß. Die Bewerbungsgespräche führte Olena Tanasiichuk, Präsidentin der Stiftung „Public Resources and Initiatives“. Insgesamt nehmen 45 Frauen am Projekt teil: Studentinnen, junge Fachkräfte, NGO-Aktivistinnen, Freiwillige, Vertreterinnen von Jugendräten, Sozialunternehmerinnen, Mediatorinnen, Kulturmanagerinnen und Binnenvertriebene. Sie alle verbindet das Ziel, die europäischen Integrationsprozesse in der Ukraine aktiv mitzugestalten.

Foto: Die Teilnehmerinnen sitzen während der Schulung zusammen an Tischen. Foto: Die Teilnehmerinnen sitzen während der Schulung zusammen an Tischen.

Anleitungen zur Entwicklung internationaler Projektvorschläge und zum Aufbau von Partnerschaften in Deutschland stehen auf der Agenda.
Foto: Nataliia Heiman

Führung lernen, Partnerschaften aufbauen

Ein Teil der Schulungen wird online von der deutschen Trainerin Yulia Vorozhtsova durchgeführt. Dazu gehören beispielsweise die Themen „Europäische Modelle zur Förderung weiblicher Führungskräfte“ für die Mentorinnen und „Die Interaktion der Zivilgesellschaft mit staatlichen Institutionen in der EU“ für die Teilnehmerinnen.

Ergänzend werden kurze Video-Tutorials erstellt und mit ukrainischen Untertiteln versehen. Sie bieten den Teilnehmerinnen praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Entwicklung internationaler Projektvorschläge und zum Aufbau von Partnerschaften in Deutschland. Acht weitere Schulungsthemen werden von ukrainischen Trainerinnen und Trainern durchgeführt.

„Der Ansatz aus einer Kombination von Schulungen, Beratung und praktischen Video-Tutorials findet großen Anklang bei den Teilnehmerinnen“, sagt Direktorin Olena Tanasiichuk.

Mit Mentoring und Minigrants in die Umsetzung

Die zweite Phase der Offline-Schulungen ist inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Als nächster Schritt folgt die abschließende Online-Schulung. Sie soll das bereits erworbene Wissen der Teilnehmerinnen mit einem breiteren europäischen Kontext, den Möglichkeiten internationaler Zusammenarbeit und dem Aufbau von Partnerschaften verknüpfen.

Anschließend beginnt die Mentoring-Phase. Parallel bereiten die Teilnehmerinnen ihre Projektanträge für den Minigrant-Wettbewerb vor.

„Die 15 aktivsten Teilnehmerinnen erhalten Minigrants – also Mikroförderungen – von bis zu 1.000 Euro für die Umsetzung eigener lokaler Projekte“, erklärt KWB-Mitarbeiterin Silke Potthast, die das Projekt auf deutscher Seite begleitet. Gefördert werden Vorhaben, die sich für europäische Werte, Frauen in Führungspositionen und die Stärkung lokaler Gemeinschaften einsetzen.

„Wir sind sehr froh, dass wir mit Olena Tanasiichuk und dem FSRI eine so kompetente und konstruktive Partnerin an unserer Seite haben“, so Potthast.


Abschlussforum in Chernivtsi

Für Dezember ist in Chernivtsi das Abschlussforum „Frauen und europäische Integration: ein gemeinsamer Weg“ geplant. Dort sollen die Ergebnisse des Projekts sichtbar gemacht und Erfahrungen ausgetauscht werden.

„Über das Abschlussforum, die Gewinnerinnen der Minigrants und ihre ausgewählten Projekte werden wir noch berichten“, kündigt Silke Potthast an.

Die Teilnehmerinnen stecken nach der Schulung motiviert die Hände in die Höhe. Die Teilnehmerinnen stecken nach der Schulung motiviert die Hände in die Höhe.

Voller Tatendrang gehen die Teilnehmerinnen in das Abschlussforum im Dezember in Chernivtsi.
Foto: Nataliia Heiman


Expertise des ukrainischen Partners

Die gemeinnützige Stiftung „Öffentliche Ressourcen und Initiativen“, 2008 in der Region Chernivtsy als regionale Organisation gegründet, ist inzwischen landesweit aktiv und hat aktuell 10 regionale Zweige in der Ukraine. Ihre Haupttätigkeitsbereiche: Unterstützung der Entwicklung der europäischen und euro-atlantischen Integrationsprozesse, Aufbau internationaler Beziehungen zwischen Bürgern und Bürgervereinigungen; Förderung der praktischen Umsetzung lokaler Programme zur Verbesserung der sozioökonomischen Lage gefährdeter Bevölkerungsgruppen sowie ethnischer und anderer Minderheiten und begabter Jugendlicher.


Zum Projekt

Mit dem ÖPR-Programm unterstützt die Bundesregierung seit 2014 den Auf- und Ausbau zivilgesellschaftlicher Strukturen in Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, der Republik Moldau, der Ukraine und Russland und deren Vernetzung mit der deutschen Zivilgesellschaft. Die KWB ist seit 2017 dabei. In Kooperation mit mehreren Partnerorganisationen in der Ukraine, Georgien und Armenien wurden bislang neun Projekte für Frauen erfolgreich umgesetzt.

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