Kernelement des Leitfadens ist eine Checkliste zur betrieblichen Selbstreflexion. Sie nimmt unter anderem Recruiting, Einstellungsverfahren und Personalentwicklung, interne und externe Kommunikation, Beschwerdewege sowie Unterstützungsangebote in den Blick. Die Fragen verfolgen vor allem einen konkreten Ansatz: Sind Stellenausschreibungen inklusiv gestaltet? Werden bei Auswahlverfahren auch nonformale und informelle Kompetenzen berücksichtigt? Gibt es verlässliche Ansprechpersonen bei Diskriminierungserfahrungen? Werden Beschäftigte mit ihrem gewünschten Namen und ihren gewünschten Pronomen angesprochen?
Der besondere Fokus liegt auf dem Zusammenwirken unterschiedlicher Lebensrealitäten und Diskriminierungsrisiken. Denn Benachteiligungen lassen sich nicht immer getrennt nach einzelnen Diversity-Dimensionen betrachten. Queerness, Migrations- oder Fluchtgeschichte, Geschlecht, soziale Herkunft oder familiäre Verantwortung können gleichzeitig eine Rolle spielen.
Die Checkliste unterscheidet die Entwicklungsstufen "Starterinnen", "Macherinnen“ und "Profis". Unternehmen und Institutionen können so dort ansetzen, wo sie aktuell stehen, Handlungsbedarfe identifizieren und realistische Schwerpunkte setzen. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Punkte abzuhaken, sondern konkrete Verbesserungen für das eigene Unternehmen abzuleiten.