Wie das praktisch aussehen kann, zeigte Dagmar Beyersdörfer vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg in Berlin. Dort wurde das Thema Ende 2025 gezielt in das Betriebliche Gesundheitsmanagement aufgenommen. Statt mit einer Einzelaktion zu starten, entwickelte das Bezirksamt einen mehrstufigen Ansatz:
Vorbereitung. Sensibilisierung und Aufklärung. Evaluation. Vertiefung und Verstetigung.
Ein wichtiger erster Schritt war die Frage: Was gibt es bereits und woran können wir anknüpfen?
Flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten, Angebote zur psychischen Gesundheit, Führungskräfteberatung und etablierte BGM-Strukturen waren bereits vorhanden. Das Thema Wechseljahre wurde nicht als separates Sonderprogramm daneben gestellt, sondern in bestehende Strukturen integriert.
Ebenso wichtig: Die Zielgruppe umfasst nicht nur unmittelbar betroffene Frauen. Führungskräfte, interessierte Beschäftigte und auch Männer wurden bewusst einbezogen. Denn ein offener Umgang mit Frauengesundheit funktioniert nur, wenn das Thema nicht allein bei den Betroffenen verbleibt.