Besonders wichtig sei es, Hürden im Bewerbungsprozess konsequent abzubauen, beispielsweise die Möglichkeit, sich unkompliziert per WhatsApp zu bewerben. Auch Stellenanzeigen sollten möglichst transparent gestaltet werden. Körperliche Anforderungen und Belastungen müssten klar benannt werden, damit Bewerberinnen und Bewerber ihre Möglichkeiten realistisch einschätzen können. Gleichzeitig ermutigt das Unternehmen Interessierte dazu, offen über ihre individuellen Voraussetzungen zu sprechen. Ziel sei es nicht, Menschen auszusortieren, sondern gemeinsam den passenden Arbeitsplatz zu finden.
Weitere Erfolgsfaktoren sind Kooperationen mit Schulen, Bildungsträgern und sozialen Einrichtungen sowie ein internes Empfehlungsprogramm, das bestehende Mitarbeitende aktiv in die Personalgewinnung einbindet.
Darüber hinaus stellte Schmitt die Bedeutung vertrauensvoller Ansprechstrukturen im Unternehmen heraus. Neben den jeweiligen Führungskräften steht den Mitarbeitenden eine neutrale Ansprechperson zur Verfügung, die bei Bedarf zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften vermittelt und dazu beiträgt, frühzeitig Lösungen zu finden.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen anschließend vier interaktive Themeninseln. In einem offenen Peer-to-Peer-Austausch diskutierten die Teilnehmenden Herausforderungen, tauschten Erfahrungen aus und entwickelten gemeinsam neue Ansätze für eine inklusive Beschäftigung und Ausbildung.